andreas weinand photographie : künstlergespräch
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2.3. Wie in einen Spiegel schauen .....1 : 2.1 : 2.2 : 2.3 : 3 I english Nach dieser intensiven Auseinandersetzung mit der Lebensweise anderer Menschen, wollte ich mich mit meiner eigenen Identität beschäftigen. |
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1990 - 1995 in unserer Wohnung in Essen entstanden. Ich habe diese räumliche Beschränkung gewählt, um mich für die Eindrücke sensibilisieren zu können, von denen ich alltäglich umgeben bin. vertrauter Lebensräme. Das Wachsen der Blumen verdeutlichte mir die Entwicklung im Laufe der Zeit. Meine auslösende Intention war, meinen damaligen Gemütszustand zu reflektieren und zu verarbeiten. Ich begann, die sukzessive Veränderung meiner persönlichen Befindlichkeit zu thematisieren. Ich wollte Selbstportraits anfertigen, die den Eindruck vermitteln, als ob ich in einen Spiegel schauen würde, und dadurch einen mir alltäglich vertrauten Anblick fixieren. Zwischen meinem gedanklichen Impuls, ein Bild von meiner momentanen Befindlichkeit aufzunehmen, und dem photographischen Ergebnis steht der photographische Aufnahmeprozess, der eine ganz neue Situation hervorruft. Nachdem ich die Kamera vor mir installiert habe, nehme ich gedanklich eine Haltung und einen Gesichtsausdruck ein, von dem ich annehme, dass er dem meines ursprünglichen Gefühls entspricht, und löse die Kamera aus. Ich photographiere mein Gesicht, ohne es zu sehen. Später treffe ich aus einer Vielzahl von Photos meine bewusste Auswahl. Ich dokumentiere einen Prozess der Selbstreflexion. Meine Motivation war die Darstellung meiner Nachdenklichkeit, sowie meiner damaligen Verletztheit, und der aus dieser Auseinandersetzung entstandene Wille, mich zu entfalten. |
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